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FreeMind

ein freies Mindmapping Werkzeug

FreeMind ist ein freies Mind-Mapping Werkzeug auf Java-Basis. Endlich gibt es auch nun für den Mac ein Werkzeug ähnlich dem MindManager von MindJet für Windows. Und dazu auch noch das Ganze als Open Source Software.

Die shortcuts sind ein wenig gewähnungsbedürftig. Angeblich soll die Bedienung sogaar schneller als bei MindManager gehen, aber zumindest bei mir reagiert das Java doch mit einer kleinen, aber deutlich zu merkenden, Verzögerung. Bessonders toll ist es, dass die Exportfunktionen snichts zu wünschen übrig lassen: Von HTML, über PDF gibt es eigentlich alles: JPG, PNG, SVG und sogar als Open Office Writer Dokument.

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Re:FreeMind

Kommentar von Stephan Mosel am 25.03.2006 09:23
Also es braucht halt einen einigermassen schnellen Rechner, dann macht Freemind Spaß. Anbei eine Liste der Tastenbefehle.

Re:FreeMind

Kommentar von Andreas Auwärter am 13.04.2006 10:01

Eine kleine Rückmeldung zu Freemind!

Für das Erstellen von reinen Mind-Maps, um die dann in eine Präsentation oder ein Dokument einzubinden, ist dies ein wirklich smartes Tool. Was ich jedoch vemisse ist eine Funktion, die MindManager so mächtig macht, nämlich Kommentare zu den einzelnen Zweigen hinzuzufügen, um dann zum Beispiel in einer Präsentation diese auch als Sprechernotiz zur Verfügung zu haben. Oder bei der Erstellung eines RTF-Textes ergeben diese Kommentare einen quasi Fließtext.

MAC OSX Nutzer kommen hierbei durch NovaMind der Funktionsvielfalt von Mind Manager ziemlich nahe. Leider ist es eben nicht Open Source aber erschwinglich im F&L Kontext.

Re:FreeMind

Kommentar von ME am 31.05.2006 15:28

Es hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen auf der WEB-Site bei der Referenzierung
tp://freemind.sourceforge.net/wiki/index.php/Main_Page
=> http ...

Re:FreeMind

Kommentar von baumgartner am 16.06.2006 14:02

Den Fehler in der URL habe ich jetzt ausgebessert. Danke für den Hinweis

Re:FreeMind

Kommentar von lerchertrain am 07.05.2007 10:39

Für alle die es lieber umgekehrt mögen hat Mindjed ein Plug-In für den Import von Freemind Dateien entwickelt.
Das kann man gratis downloaden. Entweder bei den MindjetLabs, oder auf mindmug.org

PS: MindManager wird erst richtig schnell wenn man die Maus weglässt. Alle Befehle sind im MindManager über Shortcuts aufrufbar. Ein Map mit den wichtigsten Befehlen gibt's auch auf mindmug.org.

Delphistudie zu Bildungs- und Medienmanagement

Entwicklung eines Studienangebots


Die Pädagogische Hochschule Weingarten plant die Entwicklung und Etablierung eines gestuften  Studienangebots im Bereich Bildungs- und Medienmanagement. Im Rahmen dieser Studiengangentwicklung führt der Arbeitsbereich Mediendidaktik I eine bundesweite Delphi-Studie durch. Ziel  dieser Studie ist die bedarfsgerechte Entwicklung und Ausgestaltung des Studienangebots, das  bislang unter dem Arbeitstitel „Educational Media (in Higher Education)“ bekannt ist. Die Ergebnisse der 2. Befragungsrunde für Wissenschaftler/-innen liegen nun vor.

Delphi-Studie PH-Weingarten Delphi-Studie PH-Weingarten
Größe: 28.5 kB - File type application/pdf
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Bilbiothek 2.0 Schulung

Aus gegebenen Anlass: Reflexionen zu meinem geplanten Buch

Schulung mit Adobe Acrobat Connect

Am 4.9.2008 fand über e-teaching.org eine Schulung zu Programmen, die Konzepte von Bibliothek 2.0 realisieren: LibraryThing, Zotero, WordCat, Google Scholar. Der Vortrag ist mittels Adobe Acrobat Connect Pro weiterhin über das Netz einsehbar und nachvollziehbar.

"Da habe ich mal was gelesen - aber von wem war das denn noch und wo habe ich denn diesen Aufsatz abgelegt?" - Literaturverwaltung ist eine verflixte Sache! Inzwischen gibt es viele Web 2.0 Werkzeuge, die die eigene Literaturverwaltung auf vielfältige Weise unterstützen können. In der ca. 30-minütigen Online-Schulung zeigt Christian Kohls auf einem kurzen Streifzug durch die Welt von LibraryThing, Zotero, WorldCat, Bibsonomy & Co. Potenziale auf und ebnet den Einstieg in die Literaturverwaltung 2.0. (Aus der Ankündigung)

Aus meiner Sicht gab es dabei nichts Neues. Gerade Bibsonomy wo ich mich nicht so gut auskenne, wurde leider aus Zeitgründen nicht gebracht. Trotzdem waren die heutigen 45 Minuten aus zwei Gründen nicht umsonst investiert, sondern für mich - wenn auch aus anderen Gründen – hoch interessant.

  • Es ist für mich sehr instruktiv die Sichtweisen Gleichgesinnter (sowohl von Herrn Kohls als vor allem auch von den TeilnehmerInnen, die über den Chat ihre Fragen und Kommentare stellen konnten)  kennen zu lernen. Besonders die vielen Fragen zu den Programmen waren für mein Buch an dem ich gerade schreibe, sehr hilfreich. Ich habe das Gefühl, dass ich mit z.T. mit sehr speziellen Fragen beschäftige, die mich zwar wissenschaftlich interessieren, aber für den Alltag etwas zu esoterisch sind ;-) Immer deutlicher kristallisiert sich vor meinem Auge eine Dreiteilung:
    1. wissenschaftlich.arbeiten.buch: Das Buch soll ein verständlicher kurzgefasster Ratgeber für Studierende werden. Zum Unterschied von anderen am Markt befindlichen Büchern zum selben Thema möchte ich mich (a) nicht nur auf die reine Handwerkstechniken des wissenschaftlichen Arbeitens konzentrieren, sondern auch das Verständnis zur wissenschaftliche Methode allgemein fördern und (b) als besonderen Schwerpunkt die neuen Möglichkeiten von Web 2.0 prominent einbeziehen. Eine Analyse der Rezensionen in amazon hat zwei Typen von BenutzerInnen gezeigt: Einerseits Studierende, die sich einfache, leicht verständliche und kompakte Einführungen wünschen und andererseits Studierende, die auf eine Integration mit neuen Werkzeugen, Web 2.0 etc. Wert legen. Während der erste Wunsch bei einigen Büchern offensichtlich befriedigt wurde (= positive Rezension), zeigt sich ein deutlicher Mangel beim zweiten Punkt (Beispiel: negative Rezension). Das Buch soll jedoch – und das ist die große didaktische Herausforderung – eine allgemeine Einführung darstellen und nicht auf die einzelnen Details der vielen Programm eingehen.
    2. wissenschaftlich-arbeiten.net: Der begleitende Website – und diese Idee ist mir bei der Analyse der Kohls-Schulung gekommen – soll sich in zwei Bereiche aufteilen: Von meiner Seite als Autor werden kurze Einführungen in die wichtigsten Werkzeuge angeboten. Das könnte z.B. in Form von screencast geschehen, wie Sie unsere Studierenden im Zuge meiner Lehrveranstaltung erstellen und in unserem Lehrgangswiki öffentlich zugänglich gemacht worden sind.
    3. Community Website: Gleichzeitig aber wäre es notwendig, auch einen Website aufzubauen, der auf spezielle, aktuelle Fragestellungen eingeht und die Erfahrungen der NutzerInnen einbezieht. Das wäre meiner Ansicht nach nur mit Web 2.0 Konzepten möglich, d.h. durch die massive Einbeziehung von Inhalten (Fragen, Berichten, Hinweisen), die aus der Community kommen, also durch die Einbeziehung von so genannten User Generated Content (UGC). – Hier muss ich noch ein wenig nachdenken, wie das am Besten realisierbar ist. (Welche Software?, Finanzierung? etc.) - (Kommentare, Hinweise dazu, sind sehr erwünscht! Wer wäre bereit hier mitzumachen? Diskussion zur Konzeption als Anhang zu diesem Blogeintrag. Unverbindliche Bereitschaft zur Mitarbeit bitte direkt an mich.)
    • Auch das ganze Procedere (Videoübertragung, Live Chat) ist nicht uninteressant. Seitens der Vortragenden steht man/frau da ziemlich unter Druck: Einerseits ist es nicht so einfach, sich an das Script zu halten, nicht zu huddeln und die Sache verständlich zu vermitteln; andererseits fordert das multi-tasking (Script, Browser und vor allem die gleichzeitige Berücksichtigung der Live-Chat Fragen) äußerste Konzentration. Herr Kohls hat das meiner Ansicht nach sehr souverän gemacht. Ärgerlich war, dass es zu vielen Tonaussetzern kam, ganz massiv an der Stelle, wo mein Weblog vorgestellt wurde ;-). Genau bei meinem Namen fällt der Ton aus um erst dann wieder beim Schlusssatz einzusetzen. Eigenartiger Zufall <grin>!
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Kindle: Belletristik ja - Fachliteratur nein!

Kritische Bewertung nach 6 Wochen Erfahrung mit Kindle

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Ich habe bereits in einem Beitrag vor 6 Wochen über meine ersten Erfahrungen mit Kindle 2 (international Version) berichtet. Sie waren insgesamt gesehen überraschend positiv: Es war durchaus angenehm einen englischen Krimi damit zu lesen. Nun nach 6 Wochen Erfahrung sieht die Bilanz allerdings bereits weit nüchterner aus. In der Zwischenzeit habe ich eine ganze Reihe von Kritiken gesammelt.

Die Bedeutungen der Fotos werden im Text erklärt. Es gibt aber auch eine Zusammenstellung der Fotos mit kurzem erklärenden Text.

Meine erste – recht positive – Einschätzung gründete sich auf die Erfahrung, dass ich einen englischen Krimi mit Genuss auf dem Kindle gelesen hatte. Ich war überrascht, wie schnell sich jahrzehntelange Gewohnheiten umstellen lassen, bzw. sah im Lesen mit dem Kindle gar nicht so eine starke Veränderung.

Mit dem Fachbuch Laboratory Life von Bruno Latour und Steve Woolgar konnte ich diese angenehme Erfahrung allerdings nicht wiederholen. Dass ich mich immer noch durch das Buch quäle, hängt nicht mit dem Inhalt zusammen, den ich durchaus spannend finde. Gründe für diese negative Bewertung sind

  1. die (noch?) äußerst umständliche Bedienerführung,
  2. das (notwendige?) andere Vorgangsweise beim Durcharbeiten des Texts und
  3. die ungenügende Darstellungsqualität bei komplexen Tabellen und Grafiken.

Problem mit dem User Interface

1. Kurzbelege nicht als HyperLink ausgeführt

Ein großes Problem liegt bei meinem Testbeispiel "Laboratoy Life" darin, dass es keine adäquate Möglichkeit gibt um vom Kurzbeleg (Name Jahr) der Literaturangabe in das Literaturverzeichnis zu springen. Das ist jedoch ein Arbeitsvorgang, die für mich beim wissenschaftlichen Arbeiten mit  Fachliteratur ganz wesentlich ist. Ich möchte nicht nur den Titel der Publikation wissen, sondern auch nähere Details (Buch oder Aritkel, Online-Version? KoautorInnen, Verlag etc.). Das stellt für mich einerseits einen wesentlichen des Lernprozesses dar, weil Publikationen von AutorInnen mit zentralen Argumenten – wenn ich auf sie in verschiedenen Büchern öfters stoße – irgendwann dann einmal bestellt/aufgesucht werden. Andererseits ist es für mich als auch eine Frage der Einordnung und Glaubwürdigkeit der Argumentation zu wissen wie der Titel heißt, ob es eine Monographie oder Artikel ist und wo die Publikation erschienen ist.

Dass vom Kurzbeleg nicht in das Literaturverzeichnis und zurück gesprungen werden kann, ist vor allem deswegen erstaunlich, weil die (Kapitel-)Endnoten durchaus als HyperLink ausgeführt waren. Technisch dürfte es daher durchaus machbar sein, diese Lösung auch für das Literaturverzeichnis zu realisieren.

2. Umständliche Navigation und Arbeitsweise

Ein weiteres Navigationsproblem hängt mit der extrem mühseligen Arbeitsweise des sogenannten 5-Weg-Steuerungsknopfes zusammen. Da es keinen Touchscreen gibt muss jede einzelne Zeile und Wort durch einen entsprechenden Impuls mit dem Navigationsinstrument angesteuert werden. 15 Zeilen = 15 Impulse, wobei der Cursor sowohl von oben als auch von unten auf die Bildschirmseite geführt werden kann. Obwohl man sich auf diese Navigation recht schnell gewöhnt und es nach kurzer Übungszeit auch recht schnell geht, ist dies natürlich keine zeitgemäße Navigation mehr. Dementsprechend ist das Markieren von Text recht aufwendig.

Jede einzelne Menübefehl kann ebenfalls nicht sofort ausgeführt werden, sondern muss – nachdem das Menü aufgerufen wird – ebenfalls mit dem 5-Weg-Steuerungsknopf angefahren werden. Ein Tippfehler z.B. in einem Suchausdruck bedeutet, dass jeder einzelne Buchstabe (hier schaltet die Software von Wortsprung auf Buchstabensprung um) angefahren werden muss.

Ähnlich umständlich ist das Bearbeiten von Notizen und Markierungen. Zusätzlich zur umständlichen Navigation kommt hier noch hinzu, dass keine Umlaute vorhanden sind und Sonderzeichen (wie z.B. Komma) umständlich aus einem Menü mit dem 5-Weg-Steuerungsknopf ausgewählt werden müssen. (siehe Foto UI-Kindle-05)

Dazu kommt noch, dass eine Position im Buch nur mit relativen Zahlen angesprungen werden kann. Diese Zahlen repräsentieren – soweit ich das verstehe – allerdings die Textmenge und sind daher nicht auf Seitenangaben umzurechnen, weil Grafiken, Tabellen bzw. halbleere Seiten bei Kapitelende, Kapitelanfang oder Zitaten keine Berechnung zulassen. (Siehe Foto UI-Kindle-06: Die Punkte auf der Fortschittslinie markieren die relative Position eines neuen Kapitels.) Bezogen auf den Kindle macht dies Sinn, weil die Bildschirmseiten ja von der gewählten Format (Schriftgröße, Zeilenbreite und Zeilendurchschuss) abhängen. Es ist jedoch eine Katastrophe, dass nicht noch zusätzlich die Seitenangabe vom Print-Original (wie es z.B. beim Sony-Reader der Fall ist) eingeblendet wird. Damit geht nämlich die Zitierfähigkeit völlig verloren und der Kindle Reader ist für professionelles Arbeiten mit Fachbüchern derzeit noch untauglich! Verweise im Buchtext, die auf Seitenangaben rekurrieren sind ein weiteres Beispiel für die Untauglichkeit des Kindle-Ansatzes für Fachliteratur.

Einige weitere Beispiele aus meiner Lesepraxis sollen das katastrophale Navigationsinterface des Kindle nochmals eingehend demonstrieren:

  • Außer dem Inhaltsverzeichnis gibt es keine vorbereitete Möglichkeit Teile des Buches direkt anzuspringen. Abgesehen davon, dass auch der Weg zum HyperLink "References" im Inhaltsverzeichnis mehrere Manipulationen erfordert (Menü auswählen, zum Inhaltsverzeichnis blättern, dort die Seite mit dem HyperLink zu "References" aufsuchen um dann mit der 5-Weg Steuerungstaste Zeile für Ziele hinzufahren - siehe auch Foto: UI-Kindle-02), bringt ein Sprung zum Anfang des Literaturverzeichnisses noch nicht viel, weil dann erst recht – um die aufzusuchenden Stelle zu erreichen – noch etliche Mal "umgeblättert" werden muss. Bis man bei einem langen Inhaltsverzeichnis vom Buchstaben A beispielsweise AutorInnen deren Namen mit W beginnen erreicht hat, muss je nach gewählter Schriftgröße, leicht 20-30x "umgeblättert" werden.
  • Auch eine Suche nach den Namen der betreffenden AutorIn bringt nicht viel, weil dann alle Stellen im Buch mit kurzem Orientierungstext aufgelistet werden und so wiederum "geblättert" werden muss. So z.B. wird der Autor Guillemin so häufig aufgelistet, dass die Suchergebnisse 25 Seiten (bei meiner gewählten Schriftgröße) ausmachen und es keine Möglichkeit gibt um auf die 25. Seite (wo dann das Literaturverzeichnis als letzte Textstelle kommt) direkt zu springen (siehe Foto: UI-Kindle-01).
  • Ganz abgesehen davon, dass ja vorher entweder der Name eingegeben oder erst umständlich mit der sog. 5-Weg Steuerungstaste angefahren und selektiert werden muss. Apropos Eingeben: Es gibt keine Umlaute und auch die Sonderzeichen sind äußerst umständlich aufzurufen (siehe Foto: UI-Kindle-05). Zudem können Suchergebnisse nicht abgespeichert werden.
  • Verweise mit Seitenangaben im Text zeigen die Untragbarkeit des Kindle-Ansatzes deutlich und sind ein weiterer Punkt warum Fachbücher – wo solche Verweise häufig vorkommen – im Kindle nicht so richtig gut gelesen werden können.
  • Auch das freie Anspringen von Stellen im Buch ist durch die relative Fortschrittsanzeige nicht mehr intuitiv und mit Kopfrechnen verbunden: Das dritte Kapitel ist etwa bei der Hälfte des Buches, bei einer Gesamtlocation von 5207 ist dies etwa bei 2600, also: "Menü aufrufen, "Got to Location …" auswählen, die Zahl eingeben und dann bestätigen."

Fazit: Das User Interface ist (beim Kindle) für wissenschaftliche Bücher (noch?) ungeeignet.

2. Markierungen und Notizen umständlicher und mit weniger Wiedererkennungswert

Erwartungsgemäß sollte einer der wesentlichen Vorteile bei elektronischen Büchern in der elektronischen Weiterverarbeitung der Markierungen und Notizen liegen. Leider hat sich diese Hoffnung bisher für mich auch nicht richtig realisiert. Noch habe ich kein Fachbuch komplett durchgearbeitet und weiterverarbeitet (z.B. Textstellen für einen Artikel heraus gesucht und zitiert) und bin daher mit einer abschließenden Bewertung vorsichtig. Doch kann ich jetzt bereits auf einige Probleme hinweisen, die den Vorteil der elektronischen Markierungen und Notizen einschränken:

  • Durch die relative Fortschrittsanzeige macht eine visuelle Wiedererkennung keinen Sinn mehr. Die bisherige Praxis, dass ich beispielsweise eine Textstelle suche, die links oben etwa im Drittel des Buches sein muss, ist mit dem Kindle nicht mehr möglich. Durch die abstrakten 4-stelligen Zahlenangaben geht das Gefühl für die "Tiefe" der Stelle, wo der Text zu suchen wäre, verloren. Die %-Angaben, die es beim Kindle zwar auch gibt, sind zwar etwas intuitiver; können aber nicht direkt angesprungen werden. (Es muss die Zahlenangabe der relativen Location eingegeben werden.)
  • Vor allem aber ist eine visuelle Erinnerung (linke oder rechte Seite, oben, Mitte oder unten) komplett sinnlos geworden, da der Kindle beim Aufsuchen durch Blättern, Suchen oder Hinspringen auf Markierungen die Seite immer wieder anders darstellt bzw. anders umbricht. (vergleiche dazu die Fotos UI-Kindle-03 und UI-Kindle-04, die zeigen wie dieselbe Textpassage unterschiedlich umbrochen wird)
  • Das Markieren von Stellen und das Setzen von Lesezeichen mag vielleicht beim späteren (Weiter-)Verarbeiten helfen (da habe ich noch keine Erfahrungen), beim Durcharbeiten des elektronischen Buches ist es jedoch kein großer Vorteil. Wieder ist die sehr umständliche Nutzerführung des Kindle dafür verantwortlich: Zuerst muss einmal umständlich der betreffende Menüpunkt aufgesucht werden, damit dann zur betreffenden Stelle geblättert werden kann. Gibt es viele Markierungen und Lesezeichen, dann kann die Passage wiederum nur durch zig-maliges Drücken der "Next Page"-Taste aufgesucht werden.
  • Ein weiterer Nachteil für mich ist es, dass Anmerkungen nicht variiert werden können. Weder ist es möglich unterschiedliche Farben zu verwenden, noch können unterschiedliche Arten von Anzeichnungen (z.B. Unterstreichen des Textes, Anstreichen am Rand, Einkreisen einer Textstelle etc.) gemacht werden. Damit geht für mich zumindest wiederum ein wichtiger Teil des Wiedererkennungswert beim Aufsuchen von Textstellen verloren (vgl. die Fotos UI-Kindle-10 und UI-Buch).

Darstellungsprobleme bei komplexen Tabellen und Grafiken

Zufälligerweise hat mein Testbuch eine Menge von Tabellen und Grafiken, sonst wäre mir dieser Nachteil vielleicht gar nicht gleich aufgefallen. Da es beim Kindle keine Möglichkeit gibt Bild-Ausschnitte zu Vergrößern und durch einen Scroll-Mechanismus dann die betreffende Stelle aufzusuchen, müssen alle Tabellen und Grafiken mit dem kleinen 6"-Display auskommen. [Update (13.12.09): Bilder können zwar vergrößert werden aber – zumindest bei "Laboratory Life" – nur maximal auf das vorhandene Bildschirmformat. Wenn eine Grafik sowieso schon eine Bildschirmseite ausfüllt, hilft das daher recht wenig. Sie werden dann bloß um die beiden Ränder oben und unten größer.] Die Folge davon ist, dass das für Fachbücher wichtige Tabellen- bzw. Bildmaterial schier unleserlich ist (vgl. Fotos UI-Kindle-08 und UI-Kindle-09). Es gibt in "Laboratory Life" auch Fotos, die bestimmte Geräte und Situatiuonen der ethnographischen Untersuchung des Labors belegen sollen, deren schwarz-weiß Darstellung – wenn auch etwas dunkel und arm an Kontrasten - so doch insgesamt ausreichend waren (vgl. UI-Kindle-Bild)

Ähnliche Probleme gibt es auch bei komplexen Formatierungen von PDF-Dateien. PDFs sind aus technischen Gründen prinzipiell schwer darstellbar sind. Die von Kindle vorgenommen (experimentelle) Konvertierung ist insgesamt noch weit besser als Konverter in andere Formate – doch darüber zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Kindle hat kürzlich mit einem Software Update nachgebessert. In der neuen Software Version kann nun auch die Seite gedreht werden und damit das Querformat benutzt werden. Weiters sind nun PDFs auch direkt dh. ohne Konvertierung ins Kindle-Format .azw darstellbar. Eine Ganzseitendarstellung macht aber wegen der fehlender Scrollmöglichkeit bei meinem kleinen 6"-Display – trotz Lesebrille – wenig Sinn. Die daraus resultierenden Texte sind für mich nur sehr schwer und mühsam zu lesen  (siehe Foto: UI-Kindle-07).

Zusammenfassung

Abschließend kann daher gesagt werden, dass das Vergnügen beim Lesen mit dem Kindle bei den – sowieso vorerst noch sehr wenigen – Fachbüchern stark getrübt ist. Umständliches User Interface, keine Zitierfähigkeit, unleserliche Grafiken und Tabellen sind eigentlich Knock-Out Kriterien. Vor die Wahl gestellt ein Fachbuch in Print oder elektronischer Ausgabe für den Kindle zu kaufen, ziehe ich nach wie vor das traditionellen Buch vor. [Wie ein persönlicher Vergleich mit dem Sony Touch Screen Reader PRS-600 – mit dem ich seit kurzer Zeit experimentiere – zeigt, sind allerdings viele Probleme durch eine andere (bessere) Technologie/Software wahrscheinlich lösbar.]

Einstweilen gilt für mich bezüglich eBooks am Kindle: Belletristik ja, Fachbuch nein!

PS.: Mein Erfahrungsbericht wird demnächst mit einer Analyse der Amazon-Kindle Umgebung und deren Services fortgesetzt.

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Technische Rundschau 01

Um sich gegenseitig zu bildungstechnologischen Entwicklungen zu informieren, haben wir am Department einen neuen Sitzungstyp erfunden: Alle 6-8 Wochen treffen wir uns um uns gegenseitig kurz auf interessante Neuigkeiten hinzuweisen.

Die Mitarbeiter meines  Departments lieben die Retrowelle und haben daher für dieses informelle Zusammentreffen intern den Namen "Technische Rundschau" geprägt.

Nachfolge eine kurze Zusammenfassung der Themen dieser 1. (bildungs-)technologischen Rundschau des Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien.

social suicide

Webdienste, die das automatisierte Entfernen der eigenen Profile aus Social Networks anbieten. Die Betreiber der Community-Platformen sind darüber nicht sehr erfreut und verweigern z.B. "Suicide Machine" und "Seppukoo" den Zugriff.

http://www.seppukoo.com

 

etherpad

Webbasierter Editor zum gemeinsames Arbeiten an einem Dokument in Echtzeit. Der von Google im Dezember 2009 übernommene Dienst wird im März 2010 eingestellt. Der Quellcode wurde aber von Google veröffentlicht und ermöglicht den Betrieb eines eigenen Etherpad-Servers.

http://etherpad.com

 

eduroam ("Education Roaming")

Service von Universitäten österreich- und europaweit, Studierenden und Mitarbeiter/innen anderer Universitäten gewisse Services zur Verfügung zu stellen, wenn diese vor Ort sind, insbesondere einen überall gültigen WLAN-Zugang. In Österreich wird die Infrastruktur für eduroam von Aconet zur Verfügung gestellt.

http://www.eduroam.at

 

gps4elearning

Software + Lernkonzept für kompetenzbasiertes Lernen. Die Dokumentation der Kompetenzen und geplanten Lernziele bietet Lernenden und Lehrenden einen Überblick über den aktuellen Lernfortschritt und hilft bei der Organisation der zukünftigen Lernjobs.

http://www.lernenzwei.ch

 

prezi.com

Eine Art zoombares Multimedia-Mindmap. Alle Grafiken, Texte und Videos sind auf einer großen Fläsche verteilt. Der Ersteller der Präsentation legt einen Pfad fest, der bestimmt, in welcher Reihenfolge die Inhalte herangezoomt werden.
Ausgegeben wird die fertige Präsentation im Flash-Format.

http://www.pretzi.de

Virtuelle Forschungsnetzwerke

Es gbit bereits einige Webseiten die ForscherInnen bei ihrer Alltagsarbeit und Kooperation unterstützten.

 

Zotero 2.0

Die Firefox-Erweiterung bietet nun in der neuen Version die Möglichkeit der online Synchronisation und gemeinsame Verwaltung von Literaturlisten in Gruppen. Besonders gut ist Zotero beim Generieren von Daten aus dem Internet. Über eine eigene XML-Sprache CSL (Citation Style Language) für Bibliografiedaten kann der gewünschte Zitierstil geändert oder auch neu entwickelt werden. Es gibt bereits hunderte Zitierstile zur Auswahl.

Über einen Plug-In kann die Literaturverwaltung in Word und Open Office automatisiert werden.

http://www.zotero.org

 

Mendeley

Mendeley ist eine Kombination einer Desktop Anwendung und eines Websites. Mit Mendeley können ebenfalls - wie bei Zotero – Literaturressourcen gemeinsam gefunden und verwaltet werden. Es gibt ebenfalls einen Plug-In für das Literaturmanagement in Word.

 

http://www.mendeley.com

 

connotea.org

Social Bookmarking Dienst vor allem für ForscherInnen. Connotea erkennt eine Reihe von wissenschaftlichen Websites und sammeln automatisch Metadaten für den Artikel oder die Seite als Lesezeichen.

http://www.connotea.org

 

guavestudios.com

Best Practice-Beispiel für hochqualitatives Cross-Media-Design, kleine Firma in der Schweiz, von drei ehemaligen Informatikschülern der HTL Dornbirn gegründet - einfach als Anschauungsbeispiel gedacht, was mit neuesten Flash-Technologien im Webdesign möglich ist.

http://www.guavestudios.com

 

cyn.in

Kollaborationssoftware für Teams, Communities und Firmen. In getrennten Bereichen, genannt "Spaces", können Anwender Inhalte erstellen, suchen und diskutieren. cyn.in vereint dabei die Funktionen von Kollaborationstools wie Wikis, Blogs, Dateiablagen, Mikro-Blogs und Chats in einer einheitlichen Oberfläche. Als Alternative zum Webzugriff gibt es einen Desktop-Client, der die Nutzer über Aktivitäten informiert und eine bequeme Vorschau und Diskussion der Beiträge ermöglicht. Als Community-Edition (Open Source) oder Enterprise Version mit Service erhältlich.

http://www.cynapse.com/downloads/cynin-community-edition

 

edmodo.com

ist eine private microblogging Plattform, insbesondere für Schulen. edmodo erweitert das microblogging Konzept von twitter um didaktische Elemente (z.B. Aufgaben, Umfragen, Notizen, Kalender, etc.) und bietet interessante Ansätze für den Bildungsbereich.

http://www.edmodo.com

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TR TR

Nachtrag zum Mustertheorie Workshop


Ich habe noch vergessen auf einige Dateien zu verlinken, die mit den Workshop zur Mustertheorie zusammenhängen. Was folgt sind einige Links zu Dateien und Dokumenten:

  1. Da gibt es einmal den interessanten Vortrag (13,5 MB) von Helmut Leitner zum Start des Mustertheorie Workshops (Wien 3./4.7.2010)
  2. Weiters zwei Formulare, die für die erste Erfassung von Mustern dienlich sein kann. Ein Dokument ist für "normale" Muster, das andere für für Brainstorming-artige Muster-Thumbnails. Beide Formulare wurden von Helmut Leitner als Nachtrag zum Workshop zur Verfügung gestellt.
  3. Den Vortrag (8,5 MB)  von Reinhard Bauer, den er beim Mustertheorie Workshop in Wien gehalten hat.

Ergänzend zu meiner Beschreibung des Konferenzformats der EuroPLoP hat mich Wolfgang Jütte auf das PechaKucha Präsentierformat hingewiesen.

Mustertheorie Mustertheorie
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