GLL-Erste praktische Erfahrungen mit ANT
Obwohl das Projekt "Gemeinsam Latour Lesen" (GLL) gerade erst abgeschlossen ist, haben sich daraus bereits einige praktische Konsequenzen in meiner Forschungsarbeit ergeben. Diese (positiven) Erfahrungen und Rückmeldungen beruhen darauf, dass ich die Grundidee von ANT bereits in verschiedenen Zusammenhängen (Betreuung bei Dissertationen, Projekt, Vortrag, Lehrveranstaltung) eingesetzt habe.
New learning and teaching models emerging from 1‑to‑1 computing
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Folien: Actors-Network Theory
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Netbooks im Unterricht - Start
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Dissertationsausschreibung: Netbooks und Schulentwicklung
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GLL-12: Von der Gesellschaft zum Kollektiv
Im letzten Kapitel zieht Latour die Schlussfolgerungen zur politischen Relevanz der ANT. Er wendet sich insbesondere gegen den Vorwurf, dass ANT eine reaktionäre Sozialtheorie sei, die "Menschen wie Objekte behandelt" (438).
Ausgehend von meinem eher methodologischen Interesse bringt dieses Kapitel, das sich vorwiegend mit politischer Epistemologie beschäftigt, nicht mehr viel Neues. Außerdem verweist Latour hier auf seine ausführlichere Argumentation in "Wir sind nie modern gewesen" und "Die Hoffnung der Pandora". Ich kann mich also bei diesem Schlusskapitel ebenfalls kurz halten.
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Latour
GLL-11: Dritter Schritt - Orte verknüpfen
Wir erreichen jetzt langsam das Ende unserer mühsamen (Lese-)Reise zur Akteurs-Netzwerk Theorie. Die Ameise kommt – nachdem sie stur den Akteuren in ihren Weg durch das Dickicht der verschiedenen Formen des Sozialen gefolgt ist – langsam wieder an das Tageslicht. Nachdem wir den Transportwegen der zirkulierenden Entitäten gefolgt sind, durch dunklen Kanäle und unübersichtliche Netzwerke den Blick für das Ganze verloren haben, eröffnet sich nun vor unseren Augen eine flache Landschaft in der alle Größenverhältnisse (Makro/Mikro) eingeebnet wurden und die wir aus der gleichen (nivellierten) Ebene aus betrachten:
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Latour
Technische Rundschau 01
Um sich gegenseitig zu bildungstechnologischen Entwicklungen zu informieren, haben wir am Department einen neuen Sitzungstyp erfunden: Alle 6-8 Wochen treffen wir uns um uns gegenseitig kurz auf interessante Neuigkeiten hinzuweisen.
Die Mitarbeiter meines Departments lieben die Retrowelle und haben daher für dieses informelle Zusammentreffen intern den Namen "Technische Rundschau" geprägt.
Nachfolge eine kurze Zusammenfassung der Themen dieser 1. (bildungs-)technologischen Rundschau des Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien.
GLL-10: Zweiter Schritt – Das Lokale neu verteilen
Im vorigen Abschnitt wurde Globales lokalisiert, d.h. entmystifiziert, mit "Fleisch" unterlegt: Es wurde nach dem Ort gefragt, wo das Finanzkapital in die Krise schlittert bzw. sie verursacht (z.B. in den Büros der Wallstreet), der Irak-Krieg ausgelöst bzw. entfacht wurde (z.B. in den Kommandozentralen der US Army). Statt das Globale, das Strukturelle, das Totale amorph und abstrakt voraus zusetzen, ging es einerseits darum die vielen lokalen Stätten aufzusuchen an denen Struktur- und Kontexteffekte transportiert werden und andererseits deren zirkulierende Transportmittel (z.B. Dokumente der Bonitätseinschätzungen, Urkunden der Befehlsübermittlungen) nach zu verfolgen.
Im zweiten Schritt jetzt geht es darum, auch nicht das Lokale einfach so hinzunehmen, sondern – wie beim Globalen – hinein zu zoomen und zu entfalten. Nachdem der Kontext lokalisiert wurde (d.h. die geeigneten Orte für die Untersuchung gefunden und betreten wurden), interessiert nun nicht mehr das Wo sondern das Wie. Wie wird das Lokale hervorgebracht? Es geht dabei um die Rückverfolgbarkeit (Traceability) der lokalen Interaktionen.
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Latour
GLL-09: Erster Schritt - Das Globale lokalisieren
Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt! Ursprünglich hatte ich ja vorgehabt einige Bücher von Latour zu lesen. Aber außer Laboratory Life (mit Kindle Reader) und einige Seiten von Science in Action konnte ich meine weihnachtlichen Vorsätze (wie immer) nicht einhalten. Dazu kam noch, dass während der Weihnachtsfeiertage eine ganze Reihe unaufschiebbarer Termine und Verpflichtungen für Jänner hinzukamen, die es mir auch nicht mehr erlaubten, meinen straffen Zeitplan für das Projekt "Gemeinsam Latour Lesen" einzuhalten. Das ist auch der Grund, warum ich erst jetzt – eine Woche verspätet – das Kapitel "Das Globale lokalisieren" bearbeite und ich auch nicht die Woche darauf, sondern erst wieder in 14 Tagen die Literaturreise mit "Das Lokale neu verteilen" fortsetzen kann.
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Latour
Kindle: Belletristik ja - Fachliteratur nein!
Kritische Bewertung nach 6 Wochen Erfahrung mit Kindle
Ich habe bereits in einem Beitrag vor 6 Wochen über meine ersten Erfahrungen mit Kindle 2 (international Version) berichtet. Sie waren insgesamt gesehen überraschend positiv: Es war durchaus angenehm einen englischen Krimi damit zu lesen. Nun nach 6 Wochen Erfahrung sieht die Bilanz allerdings bereits weit nüchterner aus. In der Zwischenzeit habe ich eine ganze Reihe von Kritiken gesammelt.
Die Bedeutungen der Fotos werden im Text erklärt. Es gibt aber auch eine Zusammenstellung der Fotos mit kurzem erklärenden Text.
GLL-08: Lokale Interaktion und globaler Kontext
Einige Grundprobleme der Soziologie
Beim letzten Kapitel vor Weihnachten kann und will ich mich kurz halten. Nicht nur weil mich eine Grippe behindert, sondern weil der Text für sich alleine nicht gut referiert werden kann. Er fasst einerseits einige Punkte aus dem ersten Teil – der Entfaltung der Kontroversen und der 5 Quellen der Unbestimmtheit – zusammen, andererseits bereitet er auf den zweiten Teil – der Sichtbarmachung von Assoziationen – vor.
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Latour
GLL-07: Wozu Akteur-Netzwerk-Theorie?
Theorie, Methode, Werkzeug?
In der Mitte des Buches "Eine neue Soziologie für eine neue Gesellschaft" fasst Latour die bisherigen Überlegungen zu ANT in Form eines Dialogs zusammen. Der Text dieses Kapitels steht für sich alleine und verweist nicht auf frühere Kapitel und Argumentationen. Er ist auf Latours Website in einer englischen Fassung vorhanden.
Allerdings glaube ich inzwischen, dass es ungünstig ist, diesen Text alleine und isoliert zu lesen. Ich habe ihn zwar selbst bereits
seit Jahren als einen einführenden Text für Veranstaltungen zum
wissenschaftlichen Arbeiten verwendet. Vor kurzer Zeit hat mich jedoch
ein früherer Studierender, der inzwischen erfolgreich promoviert hat,
darauf hingewiesen, dass dieser Text damals ohne Vorbereitung für die
TeilnehmerInnen wenig verständlich war. Erst jetzt, wo er an der
Lesereise teilnimmt, habe er den Text so richtig zu schätzen gelernt. Peinlich für mich:
Aber auch spätes Feedback ist gutes Feedback
.
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Latour
Twitter Tipps – Von einem Anfänger für andere Anfänger
5 Tipps, die mir beim selbst den Einstieg in Twitter erleichtert hätten
Es ist vielleicht vermessen, dass jemand der erst selbst ein paar Tage twittert, anderen Leuten, die mit Twitter beginnen, bereits einen Ratschlag gibt. Aber vielleicht ist das gerade auch ein Vorteil? Wenn erste Erfahrungen gemacht werden kann das eigene– noch frische – Aha-Erlebnis vielleicht viel besser kommuniziert werden. Vielleicht sind die folgenden 5 Tipps für Twitter-AnfängerInnen daher nützlich. Mir persönlich hätten Sie auf jeden Fall ein paar Um- und Irrwege erspart.
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Werkzeuge
Twitter Mosaic
In meinem Selbstversuch mit Twitter habe ich jetzt 100 Tweets versendet und 118 "Followers" .
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Werkzeuge
GLL-06: Das Verfassen riskanter Berichte
Kontroversen entfalten und nicht erklären oder kritisieren
Das Verfassen von Berichten ist eine weitere (die fünfte) Quelle der Unbestimmtheit. Auch SozialwissenschaftlerInnen sind Akteure, MittlerInnen bzw. MediatorInnen. Es ist eine falsche Vorstellung zu glauben, dass ein "objektiver" Bericht bloß unbestreitbare Fakten darzustellen hat. Im Gegenteil: Ein guter ANT-Bericht ist ein Text, der selbst als Mittler auftritt und sich darum bemüht, die vor sich gehenden Kontroversen weiter zu entfalten.
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Latour
GLL-05: Unbestreitbare versus umstrittene Tatsachen
Das Kapitel zur 4. Unbestimmtheit ist doppelt so umfangreich (60 Seiten) wie die Abschnitte der anderen Unbestimmtheiten (ca. 30 Seiten). Das liegt aber nicht daran, dass diese Unbestimmtheit besonders schwierig zu erklären ist. Vielmehr nutzt Latour dieses Kapitel auch um auf die (noch relativ kurze) Geschichte der ANT einen Rückblick zu werfen. Ich möchte jedoch in einem ersten Schritt diese historische Aufarbeitung
überspringen und im Sinne der Mainstream-Argumentation mit der
Beschreibung der Unbestimmtheiten fortfahren.
[Ich bin mir ja sowieso bereits etwas unsicher geworden, wie viele Mitreisende es noch gibt. Vielleicht ist das vorgelegte Tempo auch etwas zu schnell? Jeder von uns hat schließlich noch ganz andere Sachen zu tun. Einmal "ausgestiegen" ist es wahrscheinlich schwierig den Anschluss wieder zu finden. Hat die Reise einmal begonnen ist es schwierig unterwegs wieder einzusteigen. Ich hoffe aber sehr, dass es auch für spätere LeserInnen Sinn macht diese Reise – dann durchaus in einem individuellen Tempo – selbständig nachzuvollziehen.]
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Latour
Dissertationen: Ohne Fragestellung und Methode geht es nicht
Einige Erfahrungen aus der Dissertationsbetreuung
Wie ist mit Anfragen zu inhaltlichen Hilfestellungen von mir wildfremden Leuten umzugehen? Ich habe dazu bereits im November 2006 – also ziemlich genau vor zwei Jahren – einen Beitrag unter dem Titel Wissensvampire unter uns? veröffentlicht. Es ist ein heikles Thema, das leicht als arrogante Haltung missverstanden werden kann. Trotzdem möchte bzw. muss ich mich jetzt nochmals damit beschäftigen.
Diesmal geht es aber nicht nur um allgemeine Fragen von Leuten, die an anderen Unis/FH studieren, sondern um Anfragen von Personen, die bei mir eine Dissertation schreiben wollen. Ich bekomme nämlich nicht nur weiterhin die oben erwähnte allgemeinen Rundumfrage-Mails, in neuerer Zeit sind sie nun auch teilweise mit dem Ansuchen um eine Dissertationsbetreuung verbunden. Wie soll ich darauf reagieren? Einerseits bin ich ja nicht abgeneigt DissertantInnen zu Fragestellungen, die mich inhaltlich interessieren, zu betreuen, andererseits ist eine darauf aufbauende Diskussion nicht nur sehr mühsam, sondern bringt in ihrer regelmäßigen Wiederkehr der gleichen Argumentationskette ein Deja Vu-Erlebnis.
Kiva – ein Netzwerk für Mikrokredite
In letzter Zeit nehmen sie zu, die "Freundschafts"-Anfragen für soziale Netzwerke wie Xing, Facebook, LinkedIn, stayfriends und wie sie alle heißen. Es artet bereits richtig zur Arbeit aus und man will ja nicht unfreundlich sein und solche Abfragen ablehnen ;-) Dabei bin ich bisher skeptisch über den Nutzen solcher Portale für mich gewesen. Bisher! Mit Kiva habe ich endlich auch an mir selbst emotional erfahren, was soziale Netzwerk bewirken können und warum sie Sinn machen.
Social Business - Links
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Mikrokredite – Links
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GLL-04: Auch Objekte sind Handlungsträger
Dritte Quelle der Unbestimmtheit
In diesem Kapitel diskutiert Latour nach "Gruppe" und "handeln" eine weitere Quelle der Unbestimmtheit: Wer ist alles Handlungsträger? Für Latour sind nicht nur Menschen sondern auch Objekte Handlungsträger. Diese Ansicht ist für Leute wie mich, die ein Studium der Soziologie hinter sich haben, schwer zu verkraften.
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GLL-03: 3.Woche: Handeln ist dislokal – ein Beispiel
Was bedeutet es, dass Handeln nicht lokalisierbar, verschoben, verlagert, dislokal ist?
Die Überschrift des Kapitels der 3. Woche ("Handeln wird aufgehoben") beeinhaltet den Begriff der "Aufhebung", der aus der – zumindest für mich – etwas dunklen Hegel'schen Ausdrucksweise stammt. Für mich drückt sich darin die nach meinem Gefühl für die ANT nicht ganz richtige Vorstellung einer Spiralbewegung aus, wo auf einer "höheren Ebene" etwas Neues entsteht, dabei aber das Alte – in anderer Form – weiter wirkt bzw. beibehalten wird. Zum Unterschied davon finde ich den Neologismus "dis-lokal" für das Verständnis von ANT geeigneter und auch insgesamt aussagekräftiger. Keine Spiralbewegung oder dialektischer Widerspruch sondern eine Zerstreuung, eine Art von Auflösung im Raum, eine Nicht-Lokalisierbarkeit.
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GLL-03: 3.Woche: Handeln wird aufgehoben (76-108)
Die zweite Quelle der Unbestimmtheit: Der Ursprung der Handlung
In diesem Kapitel de- und rekonstruiert Latour den sozialwissenschaftlichen Handlungsbegriff. Wie im vorigen Kapitel (Gruppenbildung = 1. Quelle der Unbestimmtheit, vgl. GLL-02) fordert ANT, dass keine voreilige Zuweisungen von WissenschaftlerInnen vorgenommen werden dürfen. Auch bei der Untersuchung der Handlungsträger und deren Handlungen muss das breite Spektrum der Kontroversen aus der Sicht der Akteure voll zur Entfaltung gebracht werden. SozialwissenschaftlerInnen und Akteure sind einander in ihrer Interpretationen, Theoriebildungen ebenbürtig wenn sie fragen: Wer handelt? Warum handelt wer? Was bringt und dazu das Gleiche zur gleichen Zeit zu tun? Warum knüpfen unsere Handlungen an die Handlungen anderer an? Wie entsteht die "soziale Welt" und woraus besteht sie?
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Latour
Habitate für die Forschung generieren
Anmerkungen zu: Creating a World Without Poverty – Social Business and the Future of Capitalism (Muhammad Yunis)
Ich habe vor einigen Wochen Creating a World Without Poverty – Social Business and the Future of Capitalism gelesen. Darin legt der durch die Mikrokredite bekannt gewordene Ökonom und Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus eine hoch interessante Zukunftsvision vor. Er vertritt in seinem zweiten Buch die These, dass neben den "normalen" auf Profit ausgerichteten Firmen (Profit Maximazing Business, oder PMB) Unternehmen gegründet werden sollen, die ausschließlich soziale Ziele verfolgen sollten (Social Business oder Soziales Unternehmen - als Fachbegriff schreibe ich "Soziales Unternehmen" im weiteren Text immer mit großem "S"). Siehe dazu auch die Linksammlung im Anhang dieses Beitrags.
Im ersten Blick scheint es sich um eine verrückte – im besten Fall gut gemeinte aber illusionäre – Idee zu handeln: Warum sollten Kapitalgeber auf Profite verzichten und sich darauf beschränken nur ihre Investitionskosten zurück zu bekommen? Bei näheren Hinsehen stellt sich aber heraus, dass der Ökonom Yunus einen Vorschlag unterbreitet, der auf eine humanere, aber durchaus realistische alternative Perspektive innerhalb der kapitalistischen Wirtschaftsordnung hinaus läuft. Und das frappierende daran: Die allgemeine Struktur seiner Idee könnte vielleicht auch auf andere gesellschaftliche Bereiche (z.B. der universitären Forschung) nutzbringend angewendet werden.
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Strategien
Uni-Forschung: It's the economy, stupid
Wenn Sie rechts auf mein LibraryThing Widget schauen, werden Sie immer öfter Bücher zu den Themen Ökonomie sehen. Der Grund für diese scheinbar "fachfremde" Literatur ist meine zunehmende Beschäftigung mit Fragen der Forschungspolitik. Mir wird – insbesondere nach dem Lesen von Die akademische Elite – zunehmend klarer, dass gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen meine Arbeit- und Lebenssituation nachhaltig (negativ) beeinflussen. (Siehe auch meinen Beitrag Forschungsmanagement statt Forschungsinhalte.) Der Clinton-Spruch It's the economy, stupid gilt offensichtlich auch für uns ForscherInnen.
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Forschung
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Strategien
Erste Erfahrungen mit dem Kindle
Irgendwie habe ich das Gefühl beim Lesen mit dem Kindle einen historischen Moment zu erleben: Ich denke dabei weniger daran, dass mit dem eBook eine jahrhunderte alte – für mich aber abstrakte – Tradition des gedruckten Buches zu Ende geht. Es ist vielmehr das ganz persönliche Erlebnis eine meiner wichtigsten Lebensgewohnheiten – das Lesen – komplett neu zu erfinden.
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Persönliches
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wiss.Arb.
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eBooks
GLL-02: 2. Woche: Keine Gruppen, nur Gruppenbildungen (50-75)
Die erste Quelle der Unbestimmtheit bzw. der Unschärfe jeder sozialwissenschaftlicher Untersuchung – mit der Latour in seiner Darstellung der ANT beginnt – ist die Gruppe. "Gruppe" ist für ihn einerseits etwas, was ständig in Bewegung ist, sich ununterbrochen formiert, sich abgrenzt, sich umgruppiert, sich auflöst oder nach Identität sucht. Andererseits sind Akteure nicht einfach auf eine bestimmte Gruppe festzulegen; sie gehören verschiedenen Gruppen gleichzeitig und sich überlappend an: Gruppen mit verschiedenen identitätsstiftenden Merkmalen (Staatsbürger, Konsument, Latour-Leser), Gruppen in verschieden komplexen Aggregatzuständen (Schülerin, Schulsprecherin).
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Latour
GLL-01: 1. Woche: Einige Erläuterungen zum Text
Ich habe bereits erwähnt, dass der Einleitungstext nicht ganz einfach zu lesen ist. Neben einer noch unverständlichen Vorschau, einem nur für Spezialisten verständlichen Rückblick der Ursprünge von ANT, sind es auch einige Fachbegriffe, die Schwierigkeiten machen. Auch gibt es einige wichtige Unterschiede zur (späteren) deutschen Version, bei der die inzwischen erschienene französische Ausgabe herangezogen wurde. Zu all diesen – wichtigen oder aber auch unwichtigen – Kleinigkeiten folgen nachfolgend einige Anmerkungen. (Wobei bitte zu bedenken ist, dass ich nur die deutsche + englische Version vor mir habe und leider auch nicht französisch kann.)
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Latour
GLL-01: 1. Woche: Einleitung (9-49)
Aller Anfang ist schwer: Die komplexe Einleitung verständlich zusammenfassen
Ich will nicht viel herum reden: Die Einleitung ist ein Hammer. Sie ist extrem schwer zu verstehen. Es gibt viele – an dieser Stelle im Buch noch dunkle und daher unverständliche – Andeutungen, Vorgriffe auf das, was noch alles kommt. Die Einleitung ist aber nicht nur eine Vorschau, sondern gleichzeitig eine Zusammenfassung der Hauptthesen, zusätzlich noch unterlegt mit einem Rückblick, der ebenso wie die Vorschau für Neulinge recht wenig aussagt und eher verwirrend, denn erklärend ist.
Begriffsbedeutung: sozial
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Begriffsbedeutung: Assoziation
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Begriffsbedeutung: Association (engl.)
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GLL-00: Wie können Sie mitmachen?
Erste Überlegungen zur Organisation der virtuellen Lesekreis "Gemeinsam Latour lesen"
Ich verwende bewusst häufig den Begriff der Lesereise statt z.B. virtueller Lesezirkel oder virtueller Lesearbeitskreis. Wie bei einer Reise geht es beim Projekt "Gemeinsam Latour lesen" nicht darum ein Ziel zu erreichen (z.B. den Latour-Text besser zu verstehen), sondern auch die Reise selbst ist bereits Gegenstand der Reflexion: Wie ist solch ein virtueller Lesezirkel gut zu organisieren? Wie kann hohe Interaktivität sicher gestellt werden?

