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Das E-Portfolio als integraler Bestandteil eines postgradualen, berufsbegleitenden Studienangebots

Konzepte und Erfahrungen zur Implementierung von E-Portfolios als Begleiter des Lebenslangen Lernens an Hochschulen in Masterstudiengängen mit Technologiebezug Erstbetreuer: Univ.-Prof. Dr. Peter Baumgartner

Am Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien der Donau-Universität Krems kommt im Studiengang "MA eEducation" ein E-Portfolio zum Einsatz, das eng ist das bestehende Lehr-/Lern- und Beurteilungskonzept eingebettet ist.

Zentrales Anliegen meiner Dissertation ist es, das bestehende IMB-E-Portfolio-Konzept zu evaluieren und weiter zu entwickeln, wobei das Forschungsvorhaben nicht auf eine Einzelfallstudie beschränkt bleibt, sondern zur Theoriebildung beitragen soll und Erkenntnisse in mehrerlei Hinsicht abgeleitet werden sollen:

  1. Im Sinne der Praxisforschung soll die bereits laufende Einzelfallstudie im Lehrgang "MA eEducation" fortgesetzt und mit qualitativen Methoden systematisch erweitert werden. Bisherige Erkenntnisse aus Einzelgesprächen, Gruppendiskussionen, Portfolioanalysen sollen durch problemzentrierte Leitfadeninterviews mit Studierenden aus zwei Jahrgängen ergänzt werden, wobei der Fokus auf Fragen der Akzeptanz und der Motivation gesetzt wird.
  2. Über das Portfoliokonzept hinaus stellen die Veränderungen im Lehr-/Lern- und Beurteilungskonzept des Lehrganges "MA eEducation" ein interessantes Beispiel der Studiengangentwicklung dar, die nach Gabi Reinmann einen Brennpunkt der Hochschulforschung darstellt (Mikroebene, Makroebene, Sandwichfunktion, Interesse an Output und Outcome, verschiedene Aufgaben und Forschungsfelder: inhaltlich, methodisch, logistisch). Hinsichtlich der Frage der "Qualität" einer Hochschule ist dabei die Art des Prüfens ein wesentlicher Faktor, das Assessment sollte demnach integraler Bestandteil von didaktischen Konzepten sein (Tom Reeves: "If something is not assessed in higher education, then it is not learned."). Durch einen besonderen Fokus auf das Assessment im E-Portfolio-Konzept des IMB können hier Erkenntnisse hinsichtlich der Leistungsbeurteilung an Hochschulen abgeleitet werden.
  3. Angelehnt an die Ziele der Kampagne "ePortfolio for all" sowie der E-Portfolio Initiative Austria soll schließlich ein wesentlicher Beitrag zur aktuellen E-Portfolio-Forschung geleistet werden. Ist das Portfoliokonzept des IMB auf einer Webplattform wie Mahara geeignet, Studierende eines postgradualen, berufsbegleitenden Studienangebots zur dauerhaften Nutzung eines E-Portfolios im Sinne des lebenslangen Lernens zu motivieren?
  4. Schließlich soll die Arbeit auch Erkenntnisse hinsichtlich der neu entwickelten Taxonomie für E-Portfolios liefern.
Die forschungsleitende Fragestellung lautet:

Ist das elektronische Portfolio – in der konzipierten Form – das geeignete Werkzeug und die passende Methode, die Studierenden im Rahmen ihres Studiums und darüber hinaus beim Lernen zu unterstützen?

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